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  Alarmierung Nr. 19

Einsatz Nr. 20/ Feuer
Freitag, 14.09.2018, 07:24 Uhr
Einsatzart: Großbrand
Einsatzort: Lürssen-Werft
Eingesetzte Fahrzeuge: 41/44-1,41/44-2,

Einsatz Nr. 21/ Rauchentwicklung
Freitag, 14.09.2018, 11:50 Uhr
Einsatzart: PKW mit Rauchentwicklung
Einsatzort: Vegesacker Heerstrasse
Eingesetztes Fahrzeug 41/44-2,

Einsatz Nr. 22/ Feuer
Samstag, 15.09.2018, 03:00 Uhr
2. Einsatz Lürssen-Werft
Eingesetztes Fahrzeug 41/44-1,
  Am Freitag den 14.09.18 kam es auf der Lürssen-Werft in Bremen-Aumund gegen 2 Uhr zu einem Brand in einem Schwimmdock und der darin liegenden Yacht. Unverzüglich wurde die Notfallkette in gang gesetzt, in deren Verlauf die im Dock arbeitenden Personen umgehend evakuiert und auf eine mögliche Rauchvergiftung untersucht wurden. Feuerwehren und Hilfskräfte wurden alarmiert. Das gesamte Gelände wurde evakuiert und Personen aus der Gefahrenzone verbracht.

Nach derzeitigem Kenntnisstand kam es zu keinen Personenschäden. Aktuell sind rund 160 Einsatzkräfte - auch von der Meyer-Werft - zur Schadensbekämpfung im Einsatz. Weitere Gebäude oder Schiffe sind nicht betroffen. Über die Brandursache und den Sachschaden können wir derzeit noch keine Auskunft geben.

Die Feuerwehren sind weiterhin mit einem Großaufgebot an der Einsatzstelle tätig. Die Einsatzmaßnahmen zeigen Wirkung und werden mit hohem Personal- und Materialaufwand vorangetrieben. Mit Spezialgerät der Feuerwehr Brunsbüttel konnte zuletzt in weitere, bisher unzugängliche Bereich, vorgedrungen werden. Weiterhin wurden Einsatzkräfte aus Bremerhaven, Cuxhaven und aus dem Kreis Weser-Ems für die Schiffsbrandbekämpfung angefordert. Einsatzkräfte der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW) sind zur Ausleuchtung der Einsatzstelle angefordert.

Bei dem Brunsbütteler Spezialgerät handelt es sich um das "COBRA-Löschsystem". Mit Hilfe dieses Geräts können durch einen Wasserstrahl unter Hochdruck (250bar) Löcher in die Stahlwand des Schiffes geschnitten werden. Anschließend soll über diese Löcher die Brandbekämpfung erfolgen.

Die Einsatzdauer ist jedoch weiterhin ungewiss. Hitze und Rauch erschweren die Löscharbeiten erheblich. Seit dem frühen Morgen ist die Feuerwehr im Einsatz. Gegenwärtig sind bis zu 200 Einsatzkräfte vor Ort.

Durch die lange Einsatzdauer und die kräftezehrende Arbeit unter Atemschutz im Schiffsinneren wurden in den notwendigen Abständen Ablösungen der Einsatzkräfte organisiert. Mittlerweile sind dadurch insgesamt etwa 500 Einsatzkräfte vom Einsatz betroffen. Es handelt sich um Einsatzkräfte von Berufs- und Freiwilliger Feuerwehr aus Bremen, aus den Landkreisen Wesermarsch, Brake und Weser-Ems, den Feuerwehren aus Brunsbüttel, Bremerhaven und Cuxhaven sowie von der Werkfeuerwehr der Meyer-Werft aus Papenburg.

Der Einsatz erfordert eine äußert umfangreiche Logistik. Diese umfasst alle Bereiche des Einsatzes, insbesondere die Versorgung mit Atemschutzgeräten und Personal. Für die Nachtzeit wird die Einsatzstelle umfangreich durch das THW ausgeleuchtet um die Unfallgefahr für die Einsatzkräfte zu vermindern.

Über den gesamten Einsatzzeitraum wurden Kontrollen der Luft auf Schadstoffe durchgeführt. Diese waren jederzeit unbedenklich, es bestand also keine Gefahr für die Bevölkerung. Es war im Umkreis allerdings eine deutliche Geruchsbelästigung wahrnehmbar. Die am Morgen ausgegebene Warnung vor Brandrauch für die Bevölkerung konnte bereits am Vormittag wieder zurückgenommen werden.

Der Brandschutz für die Stadt Bremen war und ist jederzeit gesichert. Durch die Feuerwehr- und Rettungsleitstelle wurde dafür gesorgt, das auf allen Feuerwachen weitere einsatzbereite Kräfte für andere Einsätze verfügbar waren/sind.

Die aktuelle Lage hat sich entspannt. Die Brandbekämpfungsmaßnahmen in der Nacht und am Morgen sind vorangekommen. Um 10:15 Uhr gab die Einsatzleitung das Kommando "Feuer in der Gewalt". Dies bedeutet, dass es zu keiner weiteren Ausbreitung kommen kann. Weiterhin gibt es aber noch vereinzelt kleinere Brandstellen im Schiff. Die Einsatzleitung ist hoffnungsvoll die meisten Brandstellen bis zum Abend bekämpfen zu können. Trotzdem wird mindestens bis zum morgigen Sonntag die Feuerwehr vor Ort bleiben, voraussichtlich allerdings dann mit einem etwas verringerten Kräfteaufgebot.

Bisher gab es an der Einsatzstelle vier leicht verletzte Einsatzkräfte. Bei den Verletzungen handelte es sich um eine leichte Rauchgasintoxikation, eine Kreislaufschwäche, einen umgeknickten Fuß sowie eine Schnittverletzung. Drei der Einsatzkräfte wurden zur Behandlung in Krankenhäuser transportiert.

Die Einsatzkräfte der Nacht wurden am Morgen durch andere Einsatzkräfte abgelöst. Derzeit sind an der Einsatzstelle Kräfte der Feuerwehren aus Bremen, Bremerhaven, Brunsbüttel, Hamburg, Wilhelmshaven sowie aus dem Landkreis Osterholz vor Ort. Es handelt sich dabei um rund 180 Einsatzkräfte. Die äußerst umfangreiche Logistik, insbesondere für Personal und Atemschutzgeräte, ist ein weiterer Schwerpunkt der Einsatzorganisation.

Das THW unterstützte des Nachts bei der umfangreichen Ausleuchtung der Einsatzstelle mit Ortsverbänden aus Bremen, Hude und Jever. Mit dem aktuellen Kräftekontingent erhöht sich somit die Anzahl insgesamt betroffener Einsatzkräfte auf rund 750.